
Gunter Gabriel, der Mann, der alle Höhen und Tiefen des Showbiz durchlebt und durchlitten hat, ist wieder „ganz schön in Arbeit“ wie er selber sagt. Kaum ein Abend ohne Konzert – mal als Johnny Cash an der Seite von Helen Schneider, mal als „Comeback-Kid“ Gunter Gabriel unterstützt von seiner eigenen Band. Nach der Show gibt er stets Autogramme – das sei er seinen treuen Fans schuldig, sagt er. Derzeit bereitet er ein neues Album vor, den Nachfolger zu seinem gelungenen Comeback „Sohn aus dem Volk“. Außerdem ist Gabriel vom 11. bis 21. Juli 2012 im Altonaer Theater zu Gast, wenn es wieder heißt „Hallo, ich bin Johnny Cash“.
Sie bereiten gerade eine neue Platte vor. Was sind die Hauptthemen?
GG:Was ist wichtig, was ist auch für die Zukunft wichtig. Was sag ich meinen Jungs auf der Strasse? Was sage ich meinen Kindern? Was sage ich mir selber? Was ist wichtig? Ich kann ja hier nicht solche Songs machen wie die Amigos oder Kastelruther Spatzen. Das ist doch nicht der Sinn der Musik, die ich mache. Ist natürlich schön, dass man das noch mal machen kann, dass man noch in diese Lage kommt.
Wie Engelbert Humperdinck. Der ist mitte 70 und wird beim Grand Prix D`Eurovision am 26. Mai in Aserbaidschan für England ins Rennen geschickt. Eine gute Wahl?
GG:Engelbert Humperdinck, die Wunderwaffe aus England, gegen die jungen Menschenkinder beim Grand Prix. Ich sag ja, wir alten Säcke, wir kommen nochmal ganz groß heraus (lacht).
Haben Sie früher Engelbert gehört?
GG:Wir waren damals so 17, 18 Jahre alt und tummelten uns in Discos. Da leuchtete ein schummriges ultraviolettes Licht. Dazu wurde die passende Musik gespielt. Mit seiner samtweichen Stimme und seinen Schmusesongs war Engelbert Humperdinck der absoluter Favorit. Wenn seine Songs liefen, sind wir auf die Tanzfläche zurückgegangen und machten den großen Klammeraffen.
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